Die Schultheatertage in Anklam

 

Theaterspielen macht uns Spaß und gern „opfern“ wir auch unsere Freizeit, um zu proben, zu singen und zu tanzen. Die Begeisterung unserer Kursleiterinnen Frau Valtin, Frau Günther und Frau Röhr hat uns angesteckt.

So war es für uns eine große Herausforderung am 29. April  in Anklam an den diesjährigen Schultheatertagen teilzunehmen.

Alle Gruppen hatten die Chance, ihre Stücke auf einer großen Theaterbühne zu spielen, die Darbietungen anderer Theatergruppen zu sehen und in tollen Workshops unter professioneller Anleitung neue Bühnenerfahrungen zu sammeln.

 

 

Unsere beiden Theatergruppen vertraten unsere Schule sehr erfolgreich. Die erste Gruppe mit dem Theaterstück „Gestrandet“, die zweite Gruppe mit dem Stück „Andersdenkende denken auch nicht anders“. Im Stück „Gestrandet“ treffen nach einem Schiffsunglück unter anderem eine unnahbare Geschäftsfrau, eine lebensfrohe Kellnerin oder auch ein Naturfreak auf einer einsamen Insel aufeinander. Gemeinsam müssen sie nun ums Überleben kämpfen. Das Stück entwickelte sich seit der Premiere im Dezember ständig weiter, sodass inzwischen die Schauspieler das Publikum aktiv in ihr Spiel auf und vor der Bühne einbeziehen. Seit dem Sommer proben Schülerinnen unserer Schule und der Förderschule zur individuellen Lebensbewältigung Zirchow gemeinsam an diesem Theaterstück. Möglich wurde dieses Projekt durch eine Kooperation mit der ReGe Mölschow, gefördert wird es durch die EU, um Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam künstlerisch tätig werden zu lassen. Im Stück „Andersdenkende denken auch nicht anders“ geht es um eine Dorfgemeinschaft, um Toleranz, Vorurteile und zwischenmenschliche Beziehungen. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die in einem kleinen Dorf  ein neues Leben beginnen wollen. Da sie sich anders kleiden und anders leben als der Rest der Dorfbewohner, werden sie sowohl von der Bevölkerung als auch vom Dorfpfarrer mit Beleidigungen und sogar mit körperlicher Gewalt verfolgt. Bevor die Geschichte mit einem Happy End ausgeht, kommt es beinahe zur Katastrophe. Die Darstellerinnen besuchen alle die 6. Klassen und besitzen schon einige schauspielerische Erfahrungen (Sie führten im vergangenen Schuljahr erfolgreich das Märchen „Die Regentrude“ auf.), welche sie bravourös auf der großen Bühne des Anklamer Theaters umsetzten. Für ihr souverän und sprachlich virtuos vorgetragenes und im Ablauf professionell durchchoreografiertes Spiel- so das einstimmige Urteil der Fachjury- bekamen sie großen Applaus. Im anschließenden Gespräch mit den Zuschauern beantworteten sie viele Fragen, z.B. zum Thema des Stückes, zu den Proben und zur Rollenverteilung. Für unsere Mitstreiterinnen vom „Schwarzen Theater“ war es eine tolle Erfahrung, in einer Szene unterstützend mitzuwirken und ein wirklich gelungenes Feuer darzustellen. Besonders begeistert nahmen alle Teilnehmer/innen das „Warm up“ mit Mike Hartmann sowie die workshops „Bühnenfechten“ mit Tibor Oltyan (Schauspieler und Dozent für Bühnenkampfkunst) und „Tanz und Bewegung“ mit Anika Rienitz (Choreografin an der Vorpommerschen Landesbühne Anklam) auf.

 

An dieser Stelle möchten wir auch Herrn Rempfer, Herrn John und Frau Röhr danken. Sie fuhren „uns und das Bühnenbild“ sicher nach Anklam, begleiteten uns während des Tages und sorgten mit für einen reibungslosen Ablauf, viele Erinnerungsfotos und Filmmaterial. Auch an alle Eltern geht ein Dank für die Unterstützung.